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Geschichte der SG Grün
Weiß Lindenberg |
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| Die Gründung unseres Vereins geht auf den Februar im Jahre
1931 zurück. Johannes Sommerfeld jun. ist der erste Vorsitzende
der ''SG Grün-Weiß Lindenberg 1931''. Am Anfang gehören
zu den aktiven Sportfreunden des Vereins Paul Lanzke, Herbert
Henkel, Hans Pohle, Willi Käks, Max Mogel, Walter Lanzke, Fritz
Lanzke, Paul Rintisch, Paul Balke und Hans Döhring. |
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| Auch das weibliche Geschlecht ist vertreten, aktive
Sportfreundinnen sind z.B. Hanni Jakobasch und Käthe Wedde. Im
Winter betreibt man Geräteturnen, im Sommer Leichtathletik. Der
Sportplatz befand sich zu dieser Zeit noch an der Falkenberger Straße.
Das erste Sportfest wird in Lindenberg am 16. August 1932 durchgeführt.
Unter anderem nahmen Sportgemeinschaften aus Saarow und Storkow
teil. Sportfreund Hans Pohle konnte von einem Saarower Sportfest
Mitte der dreißiger Jahre berichten, wo die Sieger von Boxer
Max Schmeling persönlich beglückwünscht wurden.
Dieser Händedruck blieb für die Sieger bestimmt in
anhaltender Erinnerung. Zum Sportverein gehörte dann auch noch
eine Volkstanzgruppe. Durch das Kriegsgeschehen bedingt, war Anfang
der vierziger Jahre die erste Phase sportlicher Betätigung in
Lindenberg zunächst einmal beendet. |
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| Nach dem Krieg breitete sich besonders der Fußballsport,
viele Heimkehrer waren aus der Gefangenschaft zurück, in den Dörfern
und Gemeinden aus. Zwischen den Dörfern wurden sportliche
Vergleiche durchgeführt. 1948 begann man in Lindenberg, den
Sportplatz am Bahnhof einzurichten. In mühevoller Handarbeit
wurde mit Feldbahnwagen Erde angefahren, aufgefüllt und
eingeebnet. Zunächst gab es einige spontan veranstaltete
Vergleiche zwischen Jugendmannschaften. Eine Männermannschaft
hatte Lindenberg zu dieser Zeit noch nicht. Anfang der fünfziger
Jahre wurde im damaligen Kreis Fürstenwalde ein
Kreisspielbetrieb organisiert. Lindenberg startet dabei mit einer
Mannschaft und vordiktiertem Namen "Traktor Lindenberg".
Anfangs fuhr man zu den Auswärtsspielen mit dem Rad, später
mit einem offenen Dampfkraftwagen. |
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| Zeigen diese Beispiele doch
den Enthusiasmus der Sportfreunde damals, heute für viele nicht
mehr vorstellbar. Die aktiven Sportler kamen jetzt nicht nur aus
Lindenberg, sondern auch aus den umliegenden Gemeinden. Der damalige
Vorstand konnte und wollte sich aber mit dem ungeliebten ''Traktor
Lindenberg'' nicht zufrieden geben. Unter Regie von Walter Triebke und
Gerhard Schöne begann der Kampf gegen die Sportpolitik dieser Zeit
und um den alten Namen ''Grün-Weiß Lindenberg''. Zunächst
stieß man nur auf Ablehnung, da alle Dorfgemeinschaften Traktor
heißen mussten und nicht sein konnte was nicht sein durfte. Man
wurde immer wieder abgewiesen, eingeschüchtert und sogar bedroht.
Doch die Sportfreunde ließen nicht locker. Sie verwiesen immer
wieder auf die Urkunden und Unterlagen der Vereinsgründung. Das
ganze zog sich Monate hin. Als die Vorstandsmitglieder dann damit
drohten den Verein gänzlich abzumelden, schmolz das Eis. Im Frühjahr
des Jahres 1958 wurde im Beisein von Verantwortlichen des Kreises die
Traktorfahne eingeholt und "Grün-Weiß" gehißt.
Begleitet wurde die Aktion von einer Blaskapelle, die das Grün-Weiß
Lied spielte. Für die Sportfreunde, die sich so für den alten
Namen eingesetzt hatten, sicher ein großer Tag und für Grün-Weiß
Lindenberg ein historischer Moment. |
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| Im Jahr 1961 wurde erstmals ein Fussballturnier ausgetragen.
Als 2 Jahre später der Sportsfreund Herbert Schulze mit dem
Motorrad tödlich verunglückte, veranstaltete man am
Pfingstsonntag 1963 ein Herbert Schulze-Gedenkturnier. Daraus
entwickelte sich die Tradition eines Fussball-Pfingstturniers in
Lindenberg. Zu dieser Zeit zogen die Mannschaften vor dem Turnier in
Begleitung einer Kapelle geschlossen durch den Ort. |
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| Grün Weiß wurde immer mehr zu einer Fußballhochburg
im Kreis. Es wurde seit den sechziger Jahren auch wieder geturnt und
Gymnastik betrieben. Die Sportgruppe um Frau Gisela Schulze traf
sich seither regelmäßig zum sportlichen und geselligen
Beisammensein. |
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| Durch die Umstrukturierung des damaligen
DDR Fußballs musste in der Saison1981/82 der 7.Platz zum
Klassenerhalt erreicht werden. Man schaffte ''nur'' den 9. Platz mit 3
Minuspunkten zuviel, um drin zu bleiben. Im folgenden Jahr wurde
nochmals die Aufstiegsrunde erreicht, doch man vergab diese große
Chance leichtfertig. In den Jahren von 1983-1989 spielte man stets um
den Kreismeistertitel mit, scheiterte dann letztendlich meist an der
eigenen Inkonsequenz . |
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| Seit 1989 besteht bei Grün-Weiß
eine Frauenvolleyballmannschaft und seit 1990 spielt ebenso eine Männermannschaft
um den Kreismeistertitel im Volleyball mit. Auch die Fußballer
haben 1989/90 wieder ein Erfolgserlebnis, als Kreismeister in diesen
Jahren stiegen sie direkt auf. Am 6. Juli 1990 findet die erste
Gesamtmitgliederversammlung des Vereins statt, der sich seitdem wieder "SG
Grün-Weiß Lindenberg 1931" nennt. Der Jahrzehntelangen
Tradition der Sportbewegung in Lindenberg ist am 31. August 1991 ein
Fest gewidmet, das 60. Vereinsjubiläum. Von den ehemaligen Gründern
von 1931 leben zu dieser Zeit nur noch Paul Lanzke und Hans Pohle. Unser
langjähriges Vorstandsmitglied Walter Triepke wurde an diesem Tag für
seine Verdienste um den Verein und besonders für seinen Einsatz um
die ursprüngliche Namensgebung ,, Grün-Weiß
Lindenberg'', als Ehrenmitglied ausgezeichnet. |
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| Insgesamt waren die 90er Jahre von
sportlichem Mittelmaß in der Spreeliga geprägt. Größere
Erfolge blieben aus. Ende der 90er Jahre wurde dann auch die 2.
Herrenmannschaft aus Mangel an Spielern abgemeldet. Im Jahr 2000 steigt
dann auch noch die 1. Herrenmannschaft aus der Spreeliga in die
Spreeklasse ab. Doch schon ein Jahr später, im Relegations-Rückspiel
gegen Heinersdorf schafft man den Wiederaufstieg. |
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| Erwähnenswert in dieser Zeit ist der
spielstarke Nachwuchs, dem es unter der Führung von Torsten Lassek
gelingt in die Landesklasse aufzusteigen. Heute befindet sich Grün-Weiß
Lindenberg in einer soliden Lage. 2005 nimmt nach langer Überlegung
eine zweite Mannschaft von Lindenberg den Spielbetrieb in der
Spreeklasse auf. Daß diese Entscheidung richtig war, zeigen erste
positive Ergebnisse der Mannschaft. |
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Unter Trainer Volker Habrich und Mario
Gliese schaffte die erste Mannschaft den Einzug ins Pokalfinale des
Spreekreises. Nach einem 3:1 gegen Preußen Beeskow 90 geht der
Pokal nach 20 Jahren zurück nach Lindenberg. Auch den Junioren
gelingt dieser große Wurf. Unter der Leitung von Peter Reise
gewinnen sie den Spreepokal der Junioren. |
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